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LZnet/dl. Getreu dem Motto "Es kann ja nicht noch schlechter werden" erwarten die meisten Aussteller der Fruit Logistica für das Nach-Ehec-Jahr 2012 bessere Geschäfte. Die Erträge stehen allerdings nachhaltig unter Druck.
Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in vielen europäischen Ländern verzeichnete die Fruit Logistica (FL) einen neuen Ausstellerrekord, mit 2.537 Ausstellern aus 84 Ländern.
Der Anteil ausländischer Aussteller lag bei rund 90 Prozent. Rund 56000 Fachbesucher aus 139 Ländern informierten sich über Produkte und Dienstleistungen der gesamten Fruchthandelsbranche.
Der Anteil ausländischer Besucher lag bei 80 Prozent. Die meisten Aussteller lobten nach Messeschluss den internationalen Besuch, der einen intensiven Austausch zwischen Im- und Exporteuren ermöglichte.
Zweckoptimismus nach Ehec-Krise
Der LEH nutzte die Messe, um Kontakte zu pflegen. Abschlüsse wurden nicht getätigt. Besprochen wurden vielmehr die Themen "direkter Zugang zum Feld", die ganzjährige Verfügbarkeit der Ware, Nachhaltigkeit, Logistik sowie Verpackung.
Von Seiten der Erzeuger und Fruchthändler wurden die zu niedrigen Preise thematisiert, die nach Ansicht der Unternehmen zu Problemen bei den Erträgen führen. Die meisten Anbieter flüchten sich allerdings in Zweckoptimismus und erwarten im Jahr Eins nach Ehec eine Besserung, schon weil es gar nicht mehr schlimmer kommen könne.
Auf den Wunsch nach mehr Frische reagiert The Grennery mit direkterer Belieferung des Handels. Da zum Teil bereits der Gärtner die Ware verpacke, könne so laut Deutschlandchefin Yvonne Geurten ein Tag mehr Frische gewonnen werden.
Der Bananen-Markt bleibt umkämpft, und die Gunst der Verbraucher ist teilweise teuer erkauft. Das bestätigte Jörg Nürnberg von Univeg Deutschland: 55 Prozent der Bananen würden inzwischen über den Discount verkauft. Aldi Nord hatte zuletzt mit einem Aktionspreis von 69 Cent/kg die Branche geschockt.
Fyffes setzt deshalb auf ein Wachstum bei Biobananen sowie auf die Gemüsebanane als Snack. In Frankreich, Deutschland, Spanien und Holland wurden die Plantain Chips bereits über eine Million Mal verkauft. Fyffes-COO Coen Boos sieht das Unternehmen mit den deutschen Tochterunternehmen Weichert und Van Wylick gut aufgestellt.